Mittagsschlaf

15 November 2010

Baulärm dringt
durch’s geöffnete Fenster
verhindert meinen Schlaf
Poltern
Hämmern
Bohren
der Einsatz von
schwerem Arbeitsgerät
Zurufe
– polnisch oder rumänisch –
okkupieren mein
ermattetes Gehirn

hinter geschlossenen Augen
wird ein Bild sichtbar
Edward Hopper schickt mir einen Gruß
ich steh‘ auf
schließe das Fenster
verkrieche mich
in ungestörte Einsamkeit

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6 Antworten to “Mittagsschlaf”

  1. Die Moderne fordert ihre Opfer, so sehr sie unsere Zivilisation bereichert hat. Da bleibt wohl manchmal nur die Einsamkeit, um sie zu ertragen.

    Liebe Grüße
    Helmut

  2. Björn said

    Tolles Gedicht. Schön amerikanisch.

  3. cjohann said

    Ich danke Euch! Dafür, dass Ihr, trotz meiner langen Abwesenheit, so schnell auf meinen Blog gefunden habt.

    Liebe Grüße
    Claudia Jo.

  4. Björn said

    Versteht sich ja wohl. Deine Postkarte hängt hier immer noch am Kühlschrank.

  5. cjohann said

    Vielen Dank, lieber Björn!
    Solch ein netter Charme ist heutzutage wirklich eine Rarität!
    Da fällt mir ein… wolltest Du mir nicht auch eine schicken? Du siehst, bei mir haperts mit dem Charme 😉

  6. Björn said

    Ja, hast eine gut!

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