Dämmerung

6 Oktober 2009

so gegen 12 Uhr mittags
verflüchtigte sich sein Verstand

nun gleichen seine Worte
verwelkten Blumen
gebunden zu einem
derben Strauß

ratlos forscht mein Blick
in den Krümeln
zerfallender Blüten und Blätter
vergebliche Suche nach Spuren
der Wiesenblume, Nelke oder Rose…
Herbstwind
treibt die dürren Reste
hin zur abendlichen Dämmerung

doch manchmal
durchbricht das flehende
Flackern seiner Augen
die nahende Dunkelheit

und das ist das Schlimmste!

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4 Antworten to “Dämmerung”

  1. Bjoern said

    Sehr eindrücklich. Bitter, das Leben.

  2. Ursa said

    in deinen Worten finde ich meine – unsere Situation beschrieben … sie sind wie ein Blick hinter meine Kulisse ..alles Gute Dir … Ursa

  3. cjohann said

    Ich danke Euch für die Kommentare.
    Ja, es ist, als führe man neben dem „normalen“ Leben noch ein anderes. Natürlich ist auch dieses andere normal. Bloß haben sich dort die Menschen bereits an der Endstation versammelt, während wir noch Abstecher nach da oder dort machen können…

  4. In der Dunkelheit der nicht wegzuwischenden Dunkelheit bewusst werden, das ist wirklich schlimm!

    Liebe Grüße
    Helmut

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