im Gasthaus

14 Februar 2009

V o r s p e i s e :
der Herr bestellte
für sich und die Dame
Austern
– lauthals selbstverständlich –

H a u p t s p e i s e :
der Herr verkündete
er wolle den Fisch gebraten
ohne einen einzigen Tropfen Öl
selbstverständlich
die Dame wollte ebenfalls den „Fich“
ohne ein einziges Kartöffelchen
selbstverständlich

ich saß drei Tische weiter
bei Wein und Sudoku
den N a c h t i s c h
verpasste ich
selbstverständlich

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4 Antworten to “im Gasthaus”

  1. Hallo Claudia,

    wieder sehr gut geschrieben, kurz aber aussagend, gefällt mir mit diesem Hauch von Ironie.
    Schreib bitte weiter so.

    Liebe Grüsse
    Julie

  2. Selbstverständlich sind diese Selbstverständlichkeiten schönste Ironie!

    Liebe Grüße
    Helmut

  3. natürlich bestellte er so, daß jedermann wußte.
    Ansonsten hätte es für ihn keinen Sinn gemacht.
    Die Dame, zierlich und an seiner Seite, bestellte geziert und gezielt – ihre Spezialität.

    Ich sehe die beiden sitzen und den Ober schwitzen – fast unbemerkt – sehe ich sein heimliches Leiden…

    Wozu brauchst du noch Nachtisch bei diesem Dessert!

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