Harry VI

9 August 2008

regelmäßig
bringt mich Harry
in eine Zwickmühle

wieder einmal
geschah es
dass ich ein Wort benutzte
dessen Vorhandensein
Harry verborgen war:
TABERNAKEL!

er lachte mich aus
ließ ausgiebig
sein herabsetzendes Gewieher ertönen
und bestritt die Existenz dieses Wortes!

klar…
ich könnt‘ ihm das Lexikon
unter die Nase halten
aber dann wär‘ ich „rechthaberisch“
und rechthaberische Leute
machen ihn wütend
???
Harry ist ein Schnösel!

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6 Antworten to “Harry VI”

  1. Bjoern said

    Harry ist wirklich ein Schnösel. Und ihm entgeht eine ganze Menge. Ich mache Tabernakel immer mit ein paar Tropfen Tabasco und (das ist der Clou) mit einer frischen Feige! Zwei, drei Eier dazu, Weißbrot – herrlich!

  2. cjohann said

    Danke, Björn, für diese neue Variante! Fein!
    Morgen bin ich eh an der Weinstraße unterwegs. Da dürft’s schon reife Feigen geben und Riesling sowieso… ich werd‘ mir abends diesen Leckerbissen zubereiten, auf den Teller laden, während Harry beim Duft von „NICHTS“ der Sabber runterlaufen wird!

  3. Also liebe Claudia, das war wirklich ungeschickt vor Dir. Ich frage mich nur, in welchem Zusammenhang du das Wort ausgerechnet Harry gegenüber verwendet haben könntest. Waren die Mormonen bei Dir, oder hast Du ein Buch über Kunst gelesen? Vielleicht hast Du ja auch den Brotkasten mit dem lieben Gott drinne gemeint, weil irgendwas mit der Kirche war. Aber ne, Kirche und Harry? – Das geht auch nicht.
    Bei Harry ist das aber auch wurscht.

  4. cjohann said

    Ich erzählte Harry aus meiner Kindheit. Von dem alten Häuschen meiner Großeltern, das sich neben der katholischen Kirche befand. Davon, dass ich die Kirche in- und auswendig kannte. Und davon, dass der Pfarrer zu meinen Großeltern kam – die noch einen Kohleofen hatten -, um die „Sünden“ zu verbrennen, die die Kinder auf Zettel geschrieben hatten. Meine waren auch dabei :-).
    In diesem Zusammenhang geschah es wohl, dass ich das Tabernakel erwähnte…
    Meine katholische Kindheit: Charakterstudie, „Friedrich“

  5. Holger said

    Wusste ich doch auch nichts mit dem Wort anzufangen. Kann ich Harry verstehen. Sehr gut sogar. Ist das ein militärischer Ausdruck oder eher elektrotechnischer Natur? Der Duden brachte dann Licht in das Dunkel:

    „Tarn|ka|bel: das, Plur. die; der Umgebungsfarbe angepasste Kabel, um bestimmten Menschen in sprachlicher Hinsicht als Stolperstein zu dienen.“

    Nun sind wir klüger, Harry!

  6. cjohann said

    Hallo Ihr Lieben, 🙂
    wurde zwischenzeitlich aufgeklärt! Das Wort ist wohl wirklich nicht sehr geläufig. Schon gar nicht bei Nicht-Katholiken. Es handelt sich um den von Paul erwähnten „Brotkasten“! 🙂
    Ich kenne das Wort seit meiner Kindheit. Aber siehst Du, Holger, Du sagst, dass Du nichts damit anfangen kannst, und das ist in Ordnung!
    Aber guck‘ Dir mal Harrys Reaktion an…. ist die in Ordnung?
    Danke für die Kommentare. 🙂 LG

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