die kahle Wand

2 März 2008

einmal
da gab es eine Uhr
sie tickte und zeigte
unsere gemeinsame Zeit

dann der Kalender
er war wie ein Grab
lebendig blieben Erinnerungen
an umgeblätterte Monate

heute gibt es nur noch
diese kahle Wand
sie wartet stumm
bis etwas Neues sie ziert

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2 Antworten to “die kahle Wand”

  1. Ele said

    Ach Claudia, das sind so schöne Zeilen! Und sie stimmen traurig und machen das Herz schwer. Aber das kann auch am Leser (in diesem Fall an meiner Wenigkeit) liegen, dessen Thema gerade sehr herzfixiert ist.
    Jedenfalls sind es ja vor allem die weißen Flecken an unserer inneren Wand, an die wir durch äußeres erinnert werden, die so stechend weiß und erbarmunglos auf uns einschimmern.
    Vielleicht wollen sie ienfach nur behängt werden?
    Liebe Grüße, Ele

  2. Bjoern said

    Schwer Abschied zu nehmen.

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