D. H. Lawrence (in memoriam)

16 Dezember 2007

Immorality

It is only immoral
to be dead-alive,
sun-extinct
and busy putting out the sun
in other people.

Immoralität

Unmoralisch ist nur,
lebendig tot zu sein,
sonnen-erloschen,
und eifrig bemüht, die Sonne
auch in anderen auszulöschen.

Englischer Schriftsteller
* 11.09.1885 Eastwood/Nottingham
+ 02.03.1930 Vence, Frankreich

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5 Antworten to “D. H. Lawrence (in memoriam)”

  1. Bjoern said

    Las als Jugendlicher Lady Chatterley. Hatte mir mehr Bettszenen versprochen – aber trotzdem: schönes Buch. Nichts davon vergessen.

  2. cjohann said

    Das Werk „Lady Chatterley“ wird in einigen Tagen 80 Jahre alt!
    Da Mister Lawrence, wie anderen Schriftstellern auch, sozusagen die Hände gebunden waren, übte er sich in der Kunst des Suggerierens… und für die damalige Zeit hat er wohl recht Atemberaubendes/Empörendes suggeriert… 🙂
    (Wenn ich früher – während meiner Schulzeit – beim Bücherausleihen in Bibliotheken abschätzend gemustert wurde, war mir irgendwie klar, dass ich etwas besonders Interessantes erwischt haben musste… ich glaub‘, darunter befand sich auch Lady Chatterley…
    Das liegt nun schon ein paar Jährchen zurück; meine Erinnerung an die gute Dame und ihren Wildhüter ist nicht mehr so frisch…) 😉

  3. Bjoern said

    Das happy-end hat mich erstaunt. Solche Geschichten gehen ja oft schlimm aus – aber hier: ein Hoffnungsschimmer in der englischen Arbeitertristesse?

  4. cjohann said

    Hab‘ mal ein bissl „herumgegoogelt“…

    Mister Lawrence, Sohn eines Bergarbeiters und einer Lehrerin, brannte mit der Frau eines Universitätsprofessors, der Schwester des Freiherrn von Richthofen (Ist das der mit dem „3-Decker“?), Mutter dreier Kinder, sechs Jahre älter als er, durch.
    Seine eigene Geschichte endete wohl nicht sonderlich glücklich, aber vielleicht ließ er gerade deshalb seinen Figuren ein Happy-End angedeihen?

  5. Ulf Runge said

    Liebe Claudia,

    danke für diese schöne Erinnerung an Mr Lawrence und an sein bemerkenswertes Gedicht. Es ist wahrlich unmoralisch, die Gaben, die man hat, nur dazu zu nutzen, andere negativ zu beeinflussen.

    Liebe Grüße, Ulf

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