Sprache ./. Stolz

29 Juli 2007

o ja, die Sprache…
dies unzureichend Ding
sie erreicht den Empfänger nie so
wie es der Absender beabsichtigt

mal ist es der eine
der nicht versteht
mal ist es der andere
der sich nicht auszudrücken vermag

sie kann so manche Hürde nehmen
doch beim Stolz ist Schluss!

Scheiß Stolz…
er lässt Worte verblassen
oder sich hervorheben
ganz nach seinem Gutdünken

das Brautpaar kehrt!

29 Juli 2007

selbst der Wind
zeigt sich wohlgesinnt:
umspielt artig
die Gesellschaft am See
verweist entschieden
die Mücken in ihre Verstecke
„riders on the storm“

das Geschirr bricht klirrend
das bringt Glück!
das Brautpaar kehrt!
Augenpaare blicken gespannt
Gesichter lachen
Zahnreihen liegen blank
„born to be wild“

„horse with no name“
galoppiert donnernd über den See
die Klänge auf einsame Ufer verteilend
– in the desert, you can’t remember your name… –

selbstvergessen betrachtet
der dicke Mond sein Abbild
bereitet eine Nacht
die zauberhafte Träume verspricht
– why do you sleep so still…
I’ll wake you tomorow… –
„my Lady d’Arbanville“

27.07.07 N und M, ihr Lieben… ich wünsch‘ euch Glück! 🙂
Dank für die Musik aus – wie jemand bemerkte – „meiner Zeit“.

nur einmal noch

20 Juli 2007

ich bin zurückgekehrt, mein Herr
nun erlauben sie mir
zu weinen
nur einmal noch…

um jeden Stein, der Halt versprach
jedoch unter den Füßen zerbröselte
um jede Hand, die ich gereicht bekam
aber loslassen musste
um jede Melodie, die ich venahm
doch plötzlich erstarb
um jede Schönheit, die ich gewahrte
bis ein Nebel sie einhüllte
um jenes Herz, das mir zuflog
und dessen Flügel erlahmten

meine Tränen werden
kein Goldkorn blankwaschen
ich weiß, mein Herr
aber sie werden mich befreien
vom Staub dieser Reise…

Standpunkt

18 Juli 2007

Wer steht schon auf dem Standpunkt, man sollte seinen Standpunkt nicht nach dem Punktestand richten?

Ist das Vertreten eines Standpunktes, den man vertritt, weil man sonst nicht wüsste was man vertreten soll, vertretbar?

mitunter
brauen sich Worte zusammen
wie finstere Wolken

mitunter
entladen sie sich
– wie diese –
in einem Gewitter

und es stimmt (!)
schöner wär’s doch
wenn Worte wie
– Tanzen!
– Lachen!
– Unbeschwertsein!
sich zusammentäten
um kichernd und glucksend zu fragen:
„Was – eigentlich – kostet die Welt?“

(LG an Alba 🙂 )

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Mein Bruder, ich bin nicht niedergeschlagen, ich habe
den Mut nicht verloren. Das Leben ist überall das
Leben, das Leben ist in uns und nicht in der Welt, die
uns umgibt. In meiner Nähe werden Menschen sein,
und ein Mensch zwischen Menschen zu sein und
immer zu bleiben, unter welchen Umständen auch
immer, nicht schwach zu werden, nicht zu fallen, das
ist das Leben, das ist der wirkliche Sinn des Lebens.
Ich habe ihn verstanden. Diese Idee ist mir in Fleisch
und Blut übergegangen…

* 30. Okt./11. Nov. 1821 in Moskau
+ 28. Jan./9. Febr. 1881 in Sankt Petersburg

wie ein Grab

2 Juli 2007

Fata Morgana!!!
Sirenengesang!!!
ich hab‘ die Augen verbunden
und die Ohren verstopft
du kannst mich weder narren noch locken

ich finde Wohlgefallen
an meiner Umgebung
… meinem Kerker
er ist finster und still
… wie ein Grab
… wie ich!!!

keine Zahlen

2 Juli 2007

weißt du noch…?
als wir Kinder waren
da maltest du
Indianer mit grünen Gesichtern
deine Farbenblindheit
gab Anlass
zu herrlichem Ergötzen

dann aber
unterschiedest
du Rot von Grün
anhand von Zahlen…

und wenn ich nun erkenne
wie viele Gesichter
ich seitdem
mit falschen Farben versah
bleibt mir nur
eine Entschuldigung:
dass für mich
nie Zahlen zählten…