saumselig
20 April 2008
säumig
und darüber selig sein
träge
langsam
und darüber selig sein
vor langer Zeit schon
verließ sie mich
die Saumseligkeit
sie zuckte resigniert
mit den Schultern
wandte mir träge
noch einmal ihr Gesicht zu
und ging langsam davon
21 April 2008 um 12:40
Das Schönste was ich zu dem Wort “saumselig”, das mich auch immer berührt hat, bisher gelesen habe.
Danke schön.
21 April 2008 um 7:18
Vielen Dank, Herr Spinger!
Dank auch an J. A., der mich zu diesen Zeilen inspiriert hat, indem er mich als saumselig bezeichnete.
21 April 2008 um 11:55
Dass sich die Saumseligkeit überhaupt gerührt hat … ein Wunder
23 April 2008 um 5:51
Habe ich lange schon nicht mehr gehört dieses Wort. Sehr hübsch und gute Idee.
12 Juli 2008 um 12:35
saumselig ist ein wundervolles Wort! Säumig und selig. Liebe Claudia Johann, die Saumseligkeit verließ Dich also resigniert, weil Deine Person zu wirbelig war, zu aktiv und zu bewegt.Ein ruhiges Plätzchen für das Saumselige?
Ein saumseliges Wesen ist verträumt, verschludert, ein Schussel gar und glücklich in den eigenen Träumen. Traumhaft. Würden die Mitmenschen nur erkennen, daß in dieser Saumseligkeit das Glück liegt für den, der träumend seinen Weg geht und nicht recht weiß, was er mit seinen Ellenbogen anfangen soll.
Bitte behutsam mit diesen Menschen umgehen, nicht mit dem Motivationshammer kommen und das Selige erschlagen mit der allerbesten Absicht der Welt.
LG von Bruni Kantz
In http://www.wortbehagen.de kannst Du meine Gedichten und Gedanken lesen. Vielleicht findest Du da auch ein wenig Saumseligkeit…
Danke für alle Deine guten Gedanken, die in Deinen Gedichten stecken