22 Mai 2012

die Melodie war fröhlich

sie lud uns zum Tanzen ein

ermunterte, neue Schritte zu erfinden

doch wir lauschten kaum

-

eine Geige bäumte sich auf

seufzte herzzerreißend

und endlich

erstarb auch ihr Flehen 

auf alle Zeit

22 Mai 2012

Backsteinkirchen und Kraniche

ein kalter Wind

dazwischen wir… VERLOREN !

22 Mai 2012

ein sanfter Regen

wogt

über den Garten

deiner Träume

schwemmt

Blütenstaub

aus Beeten und Rabatten

zu mir

ich bin in Eden

20 Mai 2012

durch die Wüste

meines Lebens

fließt ein Strom

Schmetterlinge – bunte Vögel… überall !

ich bin in Eden

(in Anlehnung an: “En ton éden je suis” von Josef Bakou)

Schall und Rauch

13 Mai 2012

wir wachsen in das hinein
in das hineinzuwachsen
wir uns zur Aufgabe machen
 
wenn wir über das hinauswachsen
in das hineinzuwachsen
wir uns zur Aufgabe machten
dann sind wir
dem Hineinwachsen 
e n t w a c h s e n
 
und folgen wir dann
unseren eigenen Fußspuren
zurück an den Anfang
vergeht alles
wie Schall und Rauch

“auf zu neuen Ufern
holde Nussschale”

der große Metaphysiker sprach’s
bettete sich nieder
und überließ sich dösend
dem Schaukeln der Wellen

“in Patagonien
da gibt es null Magnolien
und schippre ich nach Tanger
so wird mir angst und banger…”

der große Megaphysiker
grölte irre Verse
die ungehört verhallten – (zum Glück)

“mach kein Geschrei
wir sind nicht auf Hawa…”

er fegte den Dämmer aus
seinem schlaffen Gehirn
und schaute was er hörte
eine Handvoll Möwen
begrüßte krächzend
einen neuen Tag

Frau Lot!

27 April 2012

Kopf an Kopf mit dir
das DU spüren
und auch das ICH wahrnehmen

Kopf an Kopf mit dir
die Seele laben
sie nähren
mit Mut und Zuversicht
und sich dann gedulden
bis zum nächsten Wiedersehen

… und dir sagen:
“Sorg’ dich nicht,
ich heiß’ nicht Lot!”

25 April 2012

Contenace, meine Liebe!
Nur nicht die Fassung verlieren.

20 April 2012

wir tanzten Tango
zu Tutti-Frutti
Elvis verstand die Welt nicht mehr

der große Metaphysiker
beobachtete die Menschen
auf ihren Schaukeln
wie sie hochschwangen
zur Selbstherrlichkeit
und sich mit selbigem Rückwärtsschwung
hineinkatapultierten
in das Bewusstsein der Unzulänglichkeit

der große Metaphysiker
betrachtete seine Füße
die kleine Kreise beschrieben
auf dem festgetrampelten Boden
er seufzte ein wenig
und fühlte sich langweilig und töricht
“weshalb die Kräfte schonen
wenn man sie sinnlos verschleudern kann?”
er kicherte ein wenig
rutschte von der Schaukel
und richtete seine Aufmerksamkeit
auf das unbestimmte Glitzern
das seine Gedanken querte

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